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Vorsorge kennt kein Alter – Informationsveranstaltung zur rechtlichen Betreuung und Vorsorgemöglichkeiten
Was passiert, wenn ich nach einem Unfall oder einer schweren Erkrankung meine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann? Wer trifft dann Entscheidungen für mich? Und wie kann ich bereits heute sicherstellen, dass in meinem Sinne gehandelt wird?
Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet eine Informationsveranstaltung zum Thema rechtliche Betreuung und Vorsorgemöglichkeiten unter Berücksichtigung des seit dem 1. Januar 2023 geltenden Betreuungsorganisationsgesetzes.
Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen aller Generationen. Denn Vorsorge ist keineswegs nur ein Thema für das Alter. Ein Unfall oder eine schwere Erkrankung kann jeden Menschen – unabhängig vom Lebensalter – plötzlich in eine Situation bringen, in der er nicht mehr selbst entscheiden oder handeln kann. Ebenso stellen sich viele Angehörige die Frage, welche Vorsorgemöglichkeiten für ihre Eltern, ihren Ehepartner oder ihre volljährigen Kinder sinnvoll sind.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Fragen:
- Welches Vorsorgeinstrument ist für mich das richtige?
- Welche Regelungen sind für meine Eltern, meinen Ehepartner oder meine Kinder sinnvoll?
- Worin unterscheiden sich Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung und das Ehegattennotvertretungsrecht?
- Welche rechtlichen Unterschiede haben erhebliche praktische Auswirkungen?
- Worauf sollte ich bei der Erstellung der Dokumente besonders achten?
Die Referentin, Marie-Rose Sander, vom Betreuungsverein MK e.V. in Rodenbach, erläutert verständlich die verschiedenen Vorsorgeinstrumente und zeigt auf, welche Möglichkeiten jeder Einzelne bereits heute hat, selbst zu bestimmen, wer, ab wann und in welchem Umfang im Ernstfall Entscheidungen treffen darf.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Patientenverfügung. Sie ermöglicht es, den eigenen Willen für den Fall festzuhalten, dass man aufgrund einer schweren oder unheilbaren Erkrankung nicht mehr selbst entscheiden oder kommunizieren kann. Dabei werden unter anderem folgende Fragen beantwortet: Wie muss eine Patientenverfügung formuliert sein? Wo sollte sie aufbewahrt werden? Wie häufig sollte sie überprüft und aktualisiert werden?
Die Veranstaltung macht deutlich: Rechtliche Vorsorge bedeutet Selbstbestimmung. Wer sich frühzeitig informiert und die passenden Vorsorgedokumente erstellt, entlastet nicht nur sich selbst, sondern auch seine Angehörigen und vermeidet Unsicherheiten in schwierigen Lebenssituationen.
Im Anschluss besteht Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen. Zudem werden hilfreiche und weiterführende Informationsbroschüren kostenlos zur Verfügung gestellt.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Gemeinde Schöneck mit dem Betreuungsverein Main-Kinzig e.V.
Der Teilnahme am Vortag ist kostenlos. Es wird jedoch, zwecks Erleichterung der Organisation, um vorherige Anmeldung gebeten.
Anmeldungen oder Rückfragen gerne bei:
E-Mail: r.ottenheim@schoeneck.de oder Tel. 06187 - 9562 - 401



