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Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern zum Klimaschutz:

Ablauf der Beteiligung

Die Gemeinde schreibt das Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2012 fort. Das integrierte Vorreiterkonzept untersucht, mit welchen Maßnahmen und Strategien Schöneck klimaneutral werden kann. 

Die Veranstaltung begann mit der Begrüßung durch Bürgermeisterin Carina Wacker und einem Inputvortrag des beauftragten Planungsbüros COOPERATIVE Infrastruktur. Luise Schmidt und Fabiola Siering beschrieben die Rolle und Funktion des Klimaschutzkonzepts und stellten die Ergebnisse der Energie- und Treibhausgasbilanzierung vor. Es wurde deutlich, dass die Eigenversorgung der Gemeinde mit Strom aus erneuerbaren Energien bereits hoch ist, die Wärmeversorgung jedoch weiterhin überwiegend durch fossile Energieträger, insbesondere Heizöl, gedeckt wird. Die Präsentation ist auf der Homepage der Gemeinde Schöneck einsehbar. 

Im Anschluss an den Inputvortrag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Perspektiven zu bestehenden Maßnahmenentwürfen einzubringen und eigene Ideen zu ergänzen. Im Fokus standen vier Handlungsfelder: Mobilität, Energieversorgung aus erneuerbaren Energien, Bildung und Kommunikation sowie Stadtplanung und private Haushalte. Über eine Stunde diskutierten die Bürgerinnen und Bürgern in Kleingruppen an den Thementischen.

Ergebnisse und nächste Schritte

Die gesammelten Ideen und Anregungen werden aktuell vom beauftragten Planungsbüro ausgewertet und in das Konzept integriert. Besonders betont wurden:

Mobilität: Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs, z.B. durch kostengünstigen Busverkehr oder die Einführung eines On-Demand-Shuttles

Energieversorgung aus erneuerbaren Energien: Ausschöpfung des Potenzials für PV-Anlagen auf Dachflächen

Bildung und Kommunikation: Vernetzung lokaler Initiativen, transparente und breite Kommunikation zu den Klimaschutzaktivitäten der Gemeinde

Stadtplanung und private Haushalte: Bekanntmachung und Verbreitung der Informationsangebote für private Haushalte

„Die Beteiligung war konstruktiv und anregend. Die Bürgerinnen und Bürger wollen den Wandel aktiv gestalten. Ihre Ideen sind wertvoll und werden nach Möglichkeit direkt in unsere Planung einfließen.“ resümiert Bürgermeisterin Carina Wacker den Verlauf.

Die Ergebnisse des Klimaschutzkonzepts werden nach Fertigstellung in einer öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt, Verkehr, Energie und Klimaschutz (kurz BUVEK) präsentiert. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und Fragen zu stellen.

Hintergrund: Warum ein Klimaschutzkonzept?

Schöneck lässt untersuchen, wie es bis 2040, spätestens aber 2045 klimaneutral werden kann. Das Klimaschutzkonzept (Integriertes Vorreiterkonzept) ist ein zentrales Steuerungsinstrument, um dieses Ziel zu erreichen. Das Klimaschutzkonzept wird durch die kommunale Wärmeplanung vertieft und ergänzt, welche im kommenden Jahr in einem interkommunalen Zusammenschluss unter der Gesamtkoordination und Unterstützung von der Gasversorgung Main-Kinzig GmbH erstellt werden soll.

Das integrierte Vorreiterkonzept wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI).

 Integriertes Vorreiterkonzept Schöneck